Das Verlagshaus Penguin Random House klagt gegen OpenAI, wie der Verlag in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Im Zentrum des Streits: Der kleine Drache Kokosnuss. OpenAIs Chatbot ChatGPT soll nämlich die Urheberrechte des Autors der Buchreihe Ingo Siegner verletzt haben.
Bereits auf simple Prompts soll ChatGPT Inhalte aus Siegners Werk in erkennbarer Form wiedergeben, z. B. Illustrationen der Figur, die zum Verwechseln ähnlich zum kleinen Drachen Kokosnuss sind. Teilweise machte die KI sogar Vorschläge für fertige Manuskripte – und zwar eigeninitiativ.
Dazu gehören u. a. Buchcover und Klappentexte. Für den Verlag ist das ein klares Zeichen, dass die Werke für das KI-Training verwendet wurden und als „Memorisierung“ im Modell hinterlegt sind. Das stellt laut Verlag eine unrechtmäßige Nutzung dar. Die Memorisierung ist vergleichbar mit einer Art Speicherung, deren Inhalt auf Anfrage hin wiedergegeben werden kann.
Auf eine Aufforderung zur Unterlassung und Auskunftserteilung hat ChatGPT nicht reagiert, weshalb der Verlag Ende März Klage einreichte. Seitens OpenAI hieß es, die Vorwürfe werden geprüft und dass das Unternehmen die Rechte von Schaffenden sehr ernst nehme und mit vielen Verlagen im Austausch für eine optimale Lösung sei.
Die Klage ist eine von vielen, die sich mit der Frage der Urheberrechte im Zusammenhang mit KI beschäftigen. Die GEMA gewann bereits gegen OpenAI, aber auch andere Verlage und Nachrichtenhäuser beschäftigen die Gerichte, nicht nur in Deutschland, sondern auch international.
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